Die Sound-Wand, das Brett:
Ein seltsames Ideal scheint davon auszugehen, dass Rockmusik wie eine ebene, undurchdringliche, massive Fläche zu klingen hat.

Dass es ganz anders, und so auch viel besser gehen kann, zeigen States of Matter.

Ihre Musik hat Luft und Löcher.
Sie ist transparent, damit die Sonne herein scheinen kann.
Wo sonst ein Schlagzeug rumprügelt, wispern hier filigrane Percussions.
Und doch ist es unzweifelhaft Rock.

In der Intensität, wenn die zwei Gitarren Zwiesprache halten;
in den Geschichten, die Sänger Dominik Wrana mit rauer Stimme eindringlich besingt;
und in den Songs, die in ihrer epischen Weite und mit den Latino-Anklängen den Westcoast-Sound der 70er Jahre heraufbeschwören.

(Wolfgang Finke)